Ernährungsphysiologische Bewertung

  • Der Pro-Kopf-Fleischverbrauch ist in Deutschland pro Woche höher als der DGEOrientierungswert. Der hohe Fleischverbrauch dürfte zwar wesentlich mit zu einer guten Versorgung mit Protein, einigen Vitaminen und gut bioverfügbaren Spurenelementen beitragen. Weniger positiv zu bewerten ist aber die damit einhergehende höhere Zufuhr von unerwünschten Nahrungsinhaltsstoffen (z. B. gesättigte Fettsäuren, Cholesterol, Purine).

  • Ernährungsphysiologisch günstig zu bewerten ist laut DGE die Zunahme des Fischverbrauchs sowie die Abnahme des Verbrauchs der Streichfette Margarine und Butter. Allerdings geht auch der Verbrauch von pflanzlichen Ölen und Fetten insgesamt zurück. Damit sinkt zwar insgesamt der Fettkonsum, was zu begrüßen ist, allerdings dürfte dadurch das Verhältnis von (mehrfach) ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren ungünstig beeinflusst werden.

  • Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist der gestiegene Verbrauch von Gemüse sehr zu begrüßen. Da die Trendanalyse inzwischen aber eine Abnahme im Obstverbrauch zeigt, sind hier in Zukunft sicherlich weitere Anstrengungen notwendig, diesem Trend entgegenzuwirken, um das präventive Potenzial eines erhöhten Gemüse- und Obstkonsums nutzen zu können.


Quelle: ZVB, Rundschreiben 17/2013