"Herr Remmel - so geht's nicht!" - die Brötchentüten der Remmel-Semmel" (Quelle: Foto: Heck)

Rheinländische Bäcker ergreifen Info-Initiative, um gegen das Hygienebarometer zu protestieren.

Düsseldorf (rh). Mit den Worten: "Herr Remmel - so geht's nicht" werden die Kunden der Bäckereien im Rheinland auf die ablehnende Haltung des Bäckerhandwerks gegenüber der so genannten "Hygiene-Ampel" aufmerksam gemacht. Auf insgesamt 800 000 Brötchentüten ist diese Botschaft zu finden. Im Mittelpunkt stehen die vier Hauptargumente gegen die laut Verbandsgeschäftsführer Walter Dohr bereits im Kabinett beschlossene, dreifarbige Beurteilung des Hygienestandardts der Lebensmittelbetriebe. Bis Ende Oktober werden die Brötchentüten mit dem "Remmel-Semmel" Sonderdruck sowie Info-Flyer an die Kunden ausgegeben.

Das Hygienebarometer, das auch nach den Pilotstudien in Bielefeld und Duisburg nicht den gewünschten Effekt gezeigt habe, sei irreführend. Denn 95 Prozent aller Bäckereien arbeiten auf höchstem hygienischem Niveau, erklärt der Verband. Zudem wird die "Ampel" vom Verband als einseitig eingestuft, zumal jeweils ein einzelner Kontrolleur über die Punkteverteilung entscheiden, obwohl viele Kriterien im Prüfkatalog auslegungsfähig seien und damit einer subjektiven Bandbreite unterliegen.