(erste Reihe v.l.: Heribert Kamm, Landesinnungsmeister; Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk NRW; Willy Hesse, Präsident des WHKT und der HWK Südwestfalen; stv. Landesinnungsmeister Jürgen Hinkelmann; Hans Rath, Vorsitzender der LGH und der HWK Münster; Ehrenlandesinnungsmeister Wolfgang Miehle)



Preisverleihung "Großer Stutenkerl" 2013

Minister Garrelt Duin: „Symbolisch in den ehrbaren Kreis der Bäcker aufgenommen“
Das Bäckerhandwerk würdigt Willy Hesse und Hans Rath mit Großem Stutenkerl aus der Ersten Deutschen Bäckerfachschule in Olpe

Donnerstag 21.11.2013

Handwerksminister Garrelt Duin überreicht den Großen Stutenkerl des Bäckerinnungs-Verbandes Westfalen-Lippe

Dortmund. HWK-Präsident Willy Hesse (auch Präsident des Westdeutschen Handwerkkammertages) und HWK-Präsident Hans Rath (auch Vorsitzender der Landesgewerbeförderungsstelle für das NRW Handwerk) erhielten den Großen Stutenkerl aus der Hand von Handwerksminister Garrelt Duin. Am 14.11.2013 wurden damit gleich zwei Galeonsfiguren des NRW-Handwerks mit der höchsten Auszeichnung des nordrhein-westfälischen Bäckerhandwerks geehrt, der traditionell von zwei Leistungsträgern aus dem Bäckermeisterkurs in Olpe überbracht wird. Minister Duin war gemeinsam mit seinem Staatsekretär Dr. Günther Horzetzky im vorigen Jahr Preisträger des „Großen Stutenkerl“. In seiner Rede hob Duin die Bedeutung der Auszeichnung für ihn persönlich hervor. Auch der soziale Aspekt, dass jeder Preisträger Stutenkerle für einen guten Zweck erhalte, habe ihn persönlich besonders berührt. Duin und Horzetzky wurde 2012 mit dem Preis für die Handwerksinitiative des Landes NRW gedankt. Auch dafür, dass das Wirtschaftsministerium NRW als bislang erstes und einziges Ministerium das Handwerk auch in der offiziellen Bezeichnung seiner Zuständigkeit würdigt.
In seiner Laudatio dankte Minister Duin den Geehrten zunächst persönlich, aber auch im Namen der gesamten Landesregierung: „dafür, dass Sie so pragmatisch und offen die Zusammenarbeit mit mir aufgenommen haben. Es ist durchaus nicht selbstverständlich, dass Politiker und Repräsentanten der Wirtschaft parteiübergreifend so schnell den Zugang zu einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit finden!“ Es seien die vielen Familienunternehmen des Handwerks, die Ausbildung und Beschäftigung sichern, deshalb sei NRW das Land der Familienbetriebe. Mit ihrem nachhaltigen Engagement beider Preisträger für Ausbildung und Handwerk reihten sich diese würdig in die Liste der bedeutenden Preisträger ein.

Minister Duin berichtet in seiner Laudatio: „eine besondere Beziehung von Präsident Hesse zum Bäckerhandwerk besteht in der engen und vertrauensvollen Kooperation zwischen der Handwerkskammer Südwestfalen und der Bildungsstätte des Bäckerinnungs-Verbandes Westfalen-Lippe. Die Erste Deutsche Bäckerfachschule liegt im Handwerkskammerbezirk Südwestfalen. Die Zusammenarbeit zwischen HWK und Verband ist geprägt von großen Vertrauen und einem hohen Engagement der HWK für die Belange der Bäckerfachschule“. Die Bäckerfachschule habe bundesweite Ausstrahlung und ein bundesweites Einzugsgebiet. Als zertifizierte Bildungseinrichtung und als eine der führenden Bildungsstätten im deutschen Bäckerhandwerk sei die Unterstützung von Willy Hesse und „seiner“ Handwerkskammer unverzichtbarer Bestandteil des Erfolgs.
Entsprechend der Lage der Bildungsstätte werden die Meister-Prüfungen vor der Handwerkskammer Südwestfalen abgelegt, was immer dazu führt, dass eine besondere Zahl von Meisterschülern bzw. jungen Meistern, die an der Meisterfeier der Handwerkskammer Südwestfalen teilnehmen, aus der Bäckerfachschule kommen. Für die letzte Meisterfeier der Handwerkskammer Südwestfalen hat die Bäckerfachschule ein eigenes Brot konzipiert, welches dann an alle Besucher verteilt wurde.
Auch im Bereich der Nachqualifizierungen bestehen besonders enge Beziehungen zur HWK Südwestfalen. Besonderes Zeichen der Unterstützung der Bäckereien waren in den letzten Jahren die unbürokratische und zielorientierte gemeinsame Erarbeitung der Prüfungsordnung zur "Verkaufsleiter/in im Bäckerhandwerk", die jetzt auf Bundesebene Standards gesetzt hat und die Einführung des "Systemgastronomen (HWK)", der zwar noch in den Kinderschuhen steckt, aber künftig für die Lebensmittelhandwerker mit filialisierter Struktur unverzichtbar sein wird.

„Präsident Hans Rath“, so der Minister „hat zu Bäckereien immer schon ein gutes Verhältnis! Seine Eltern haben in Nordkirchen eine Mühle betrieben haben. Diese Mühle ist immer noch im Familienbesitz und wird heute von seinem Neffen betrieben.“
Als HKW-Präsident ist für Herrn Rath die Basisnähe der Handwerksorganisationen ganz entscheidend. Minister Garrelt Duin: „Er hat bereits hunderte von Handwerksbetrieben persönlich besucht, darunter natürlich auch zahlreiche Bäckereien. So weiß er immer, wo den Kolleginnen und Kollegen der Schuh drückt. Er sucht den unmittelbaren Einblick in die Herausforderungen der Handwerker.“
Präsident Rath unterstützt unter anderem den im 3-jährigen Rhythmus stattfindenden "Guten Montag" der Bäckergilde Münster. Dieser Feiertag hat für die backenden Betriebe in Münster eine große Bedeutung. Hier wird der Abwendung eines Angriffs auf Wien durch Bäckergesellen aus Münster gedacht. Die Lebensqualität und der Erhalt von Strukturen in den Regionen, aber auch in ganz NRW sind für Hans Rath wichtig. Das zeigen, so der Minister, für den das Handwerk innerhalb des Bereichs „Wirtschaft“ eine herausragende Rolle spielt, die beiden Initiativen der HWK Münster "Schule für Modemacher", die Berufe unterstützt, in denen die Ausbildung nahezu unmöglich geworden war, und das "Hygienekompetenzzentrum", in dem die Lebensmittelwirtschaft bei der Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit unterstützt wird. Auch eine für Bäcker aus ganz NRW wichtige Einrichtung.
Als Vorsitzender der LGH ist er verantwortlich für die professionelle Koordination der zahlreichen Unterstützungen von Bund, Land und EU für das NRW-Handwerk. Mit 2 organisationseigenen Beratern und einer 0,75 Beraterstelle im Projekt Zukunftsinitiative Handwerk NRW 2.0 allein in Westfalen, kommen den Handwerksbäckern unmittelbare Vorteile aus dieser Arbeit zu Gute. Die Durchführung von überbetrieblicher Lehrlingsunterweisung in Olpe für jährlich rund 2.000 Auszubildende im Bäckerhandwerk wäre ohne die Arbeit der Landesgewerbeförderungsstelle für das nordrhein-westfälische Handwerk gar nicht möglich! 

Pressemitteilung als PDF zum Download
Großer Stutenkerl 2013 Bild 1
Großer Stutenkerl 2013 Bild 2
Großer Stutenkerl 2013 Bild 3


Lesen Sie auch an wen die beiden Preisträger die beiden großen und die vielen kleinen Stutenkerle verteilt haben.